die Bedeutung von Bedeutung

November 29, 2007

Ich sitze gerade an der Semantik. Nicht zum ersten Mal naturgemäss (ohje, jetzt fang ich auch schon so Thomas Bernardisch an) und der Grund spielt auch keine Rolle. Aber da stolper ich doch über einen Satz, der macht mich ganz konfus. (Zunächst Schnellbleiche was Semantik ist: die Wissenschaft von der Bedeutung von Zeichen sprachlicher Natur.) Nun les ich da also das hübsche Beispiel „der Abendstern und der Morgendstern bedeuten das Gleiche“. Was gemeint ist, ist klar, beide Begriffe beziehen sich auf „das gleiche“ aussersprachliche Referenzobjekt. (Obwohl „Morgenstern“ „Stern am Morgen“ bedeutet, „Abendstern“ hingegen „Stern am Abend“. Und somit wären wir bei einem der Grundprobleme der Semantik. Weiter im Text.) Aber wieso schreibt dieser Philosoph der Logik „das Gleiche“? Meint er hier nicht dasselbe (das Selbe? – diese neue Rechtschreibung macht mich auch konfus.)? Denn eigentlich „gleicht“ der Morgenstern nicht dem Abendstern, er ist identisch. Bitte um Hilfe. (Auch in der Angelegenheit „dasselbe/das Selbe/das selbe“.)

Ein Beispiel kann mein Problem verdeutlichen, wem die Thematik fremd ist: „Max trägt das gleiche T-Shirt wie Moritz“ bedeutet, dass jeder sein eigenes trägt, es handelt sich jedoch um das gleiche Produkt. Max kann allerdings nur schwerlich dasselbe T-Shirt tragen wie Moritz, das würde nämlich bedeuten, dass die beiden in ein und demselben T-Shirt stecken.

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a propos schaurig

November 28, 2007

a propos schaurig. beim neuerlichen ungeplanten gebrauch dies hübschen wortes habe ich gemekt, dass es viel zu selten benutzt wird. ich nehme es somit in die liste der meist schützenswerten wörter auf, die ich hiermit beginne:

schaurig. (handelt es sich hierbei eigentlich um einen helvetismus? bitte um hilfe.)
alpenglühen.
kinzgi. (dialektwörter hier unbedingt willkommen!)

dies mal so als anregung. bitte um fortführen.


talking about zum zweiten

November 28, 2007

übrigens ist talk (also auch write) about music genauso möglich wie talk about language oder literature. die sprache, dies schöne ding, ist schaurig praktischerweise zur metakommunikation, -reflektion oder wie sie wollen in der lage. dies viel mehr als zum beispiel der tanz. (womit wir bei meinem letzten eintrag wären.) ist schliesslich die sprache noch immer das ausgeklügeltste zeichensystem – daneben das verbreitetste -, dessen wir uns bedienen können. höchstens das bild ist da noch auch schaurig weit verbreitet. und, jaja, man sagt, ein bild könne mehr sagen als tausend worte. ABER: es ist eben doch nicht zur metakommunikation in der lage. bilder können nur höchst selten über bilder “sprechen”. mit sprache kann man aber prima über sprache sprechen. schaurig gut sogar.


talking about…

November 27, 2007

writing about music is like dancing about architecture.


selbst selbst ist nicht dasselbe

November 23, 2007

Eine blöde Wortwiederholung in meinem eigenen Beitrag hat mich drauf gebracht, womit ich hier ja eigentlich anfangen wollte. Sprachfragen. Selbst ist nicht selst beziehungsweise selber. Selbst und selber kann nicht dasselbe sein. Selbst scheint deutscher zu sein, selber federalistischer. Aber diese Erklärung kann mir nicht genügen. Nur noch und nur mehr ist ja schliesslich auch nicht das gleiche.


Aller Anfang ist schwer…

November 23, 2007

Nachdem ich nun also tatsächlich nach einigem hin und her doch auch einen Blogg eröffnet habe, stellt sich die, wie ich gemerkt habe, viel schwierigere Aufgabe des ersten Beitrags.

Schwierig war allerdings schon die Namenssuche. Da haben mir glücklicherweise drei nette Menschen bei Ärbslisupper, Croque Monsieur und Wein geholfen. (Irgendwann dann einmal hier die komplette Liste der Vorschläge.) So ist also der Name meines Bloggs nicht einmal von mir selbst. Aber da ich auch keinen anderen -maten irgendwelcher Art kenne, der sich seinen Namen selbst gegeben hat, aber trotzdem ganz gut funktionieren tut, stört mich das jetzt mal nicht weiter.

Ansonsten einen schönen Tag. Es regnet zwar, aber auch das geht vorbei.