Ich sitze gerade an der Semantik. Nicht zum ersten Mal naturgemäss (ohje, jetzt fang ich auch schon so Thomas Bernardisch an) und der Grund spielt auch keine Rolle. Aber da stolper ich doch über einen Satz, der macht mich ganz konfus. (Zunächst Schnellbleiche was Semantik ist: die Wissenschaft von der Bedeutung von Zeichen sprachlicher Natur.) Nun les ich da also das hübsche Beispiel „der Abendstern und der Morgendstern bedeuten das Gleiche“. Was gemeint ist, ist klar, beide Begriffe beziehen sich auf „das gleiche“ aussersprachliche Referenzobjekt. (Obwohl „Morgenstern“ „Stern am Morgen“ bedeutet, „Abendstern“ hingegen „Stern am Abend“. Und somit wären wir bei einem der Grundprobleme der Semantik. Weiter im Text.) Aber wieso schreibt dieser Philosoph der Logik „das Gleiche“? Meint er hier nicht dasselbe (das Selbe? – diese neue Rechtschreibung macht mich auch konfus.)? Denn eigentlich „gleicht“ der Morgenstern nicht dem Abendstern, er ist identisch. Bitte um Hilfe. (Auch in der Angelegenheit „dasselbe/das Selbe/das selbe“.)
Ein Beispiel kann mein Problem verdeutlichen, wem die Thematik fremd ist: „Max trägt das gleiche T-Shirt wie Moritz“ bedeutet, dass jeder sein eigenes trägt, es handelt sich jedoch um das gleiche Produkt. Max kann allerdings nur schwerlich dasselbe T-Shirt tragen wie Moritz, das würde nämlich bedeuten, dass die beiden in ein und demselben T-Shirt stecken.